Bilder Finsterroter See |
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"Jubel, Trubel und auch Heiterkeit", so lautete zwar keineswegs das Motto der Zeltfreizeit, es hätte aber seine Berechtigung gehabt! |
12 Tage, voll gepackt mit vielen täglichen, kleinen und großen Erlebnissen, verweilten 60 Jugendliche, zwischen zehn und 14 Jahre am Finsterroter See. |
24 Mädchen und 36 Jungen aus Stadt und Landkreis nahmen an einem der Sommercamps des CVJM Pirmasens teil. Dazu kamen 21 Betreuer aus den Reihen des ehrenamtlichen Jugendverbandes. |
Die insgesamt 80-köpfige Reisegruppe aus "Bärmesens" erlebte beispielsweise, eine bisher selten erlebte direkte Nähe zu den Einwohnern des kleinen Ortes Finsterrot. Grund hierfür: Joachim Reinhardt, einer der Teamer, erlebte hier seine ersten elf Lebensjahre, derweil sein Vater als Lehrer dort beschäftigt war. Aus jener Zeit bestanden etliche Kontakte, auf die das CVJM-Team zurückgreifen konnte. |
Dies machte sich bei Programm-Highlights wie einem Orts- und dem Schmuggelspiel, aber auch bei einem Spiel der Fußball-Lagerauswahl bemerkbar. Die Einheimischen war interessiert am Geschehen und unterstützten die Pirmasenser mit etlichen kleinen Nettigkeiten. |
Der Zeltplatz, obwohl relativ nahe an der Ortschaft, war gut geeignet für die Belange der Gemeinschaft. Teilnehmer und ein Teil der Mitarbeiterschaft waren in Zelten untergebracht, für die Mahlzeiten stand ein Großzelt zur Verfügung. Die sanitären Anlagen und weitere Räumlichkeiten befanden sich im Christoph-Duncker-Haus, in dem das Küchenteam um Erna Schuster beste Möglichkeiten vorfand, die sie auch reichlich nutzten. |
Neben teilweise schlechteren Wetterverhältnissen, hatten die Pirmasenser ein Problem, dessen Lösung viel Zeit in Anspruch nahm: die Mülltrennung. Über 15 verschiedene Sorten Abfall mussten aussortiert werden, für ein Camp in jener Größenordnung, eine fast unlösbare Aufgabe, dass die Mitarbeiter etliche zeitliche Mühen kostete. |
Da die CVJM-Lager in diesem Altersbereich reine Programmfreizeiten sind, wurde es den Mädchen und Jungen kaum langweilig. Vom manchmal "ungnädigen Wetter" ließ man sich selten beirren. Schade nur das die Gruppe den praktisch vor der Haustür liegenden See nur einmal zum baden nutzen konnte, ansonsten eher auf gebauten Flossen darauf herum "schipperte". |
Zum weiteren Badevergnügen musste man ins Hallenbad touren. Highlights für sportbegeisterte Teenager waren vor allem Fußball, Tanzen und Hockey. Im Spiel gegen den SV Wüstenrot unterlag die CVJM-Auswahl allerdings hoch mit 8:2-Toren, verkaufte sich trotz der Niederlage gut, vor allem in den Bereichen Fairness und Teamgeist. Etliche Abende standen im Zeichen der tänzerischer Einlagen, oft bewegten sich bis zu 40 Mädchen und Jungen bei Discos, bunten Abenden oder Show-Gigs zu den lautstarken Klängen modernen Popmusik. |
Sport-, Show- oder Bastelangebote gehören zum Standard des CVJM, ebenso wie Geländespiele, Lagerfeuer, Gesang oder eine Tagestour. Diese führte die Pirmasenser in kleinen Gruppen, in den Erlebnispark nach Tripsdrill, wo man während der Urlaubstage insgesamt viermal verweilte und am Abend jede Menge News mit auf den Lagerplatz zurückbrachte, die neben vielen anderen Geschehnissen in einer eigenen Lagerzeitung eine Berücksichtigung fanden. |
Fahrvergnügen Nummer 1 in Tripsdrill war die "Wilde Maus", eine Achterbahn die ein cooles Fahrabenteuer bescherte. Hoch im Kurs der Zehn bis 14-Jährigen standen ein Thementag nach Motiven des Fantasiefilmhits "Der Herr der Ringe", eine rasante "Moorhuhnjagd" quer durch waldreiches Gelände, das Seespiel oder Kurzausflüge nach Schwäbisch Hall. Christlichen Aspekte fanden sich in vielen Andachten, einem biblischen Stationenlauf und dem Lager-Gottesdienst wieder. |
Das besondere Erlebnis einer Zeltfreizeit ist und bleibt allerdings die Gemeinschaft untereinander. Ein stiller Beobachter hätte sich wohl gewundert, wie schnell die Jugendlichen und ihre Mitarbeiter miteinander "ins Geschäft" kommen. |
Natürlich gab es Reibereien und kleinere Streitigkeiten, natürlich hin und wieder einen Disput mit einem Mitarbeiter oder untereinander in der Zeltgruppe und trotzdem kam die 81 Anwesenden jeden Tag auf den "gemeinsamen Nenner". |
Besonders stolz sind die Verantwortlichen des CVJM Pirmasens auf das junge Mitarbeiterteam, das sich bei diesem Lager erstmalig bewähren musste und dies trotz der Müdigkeit der letzten zwei-, drei Lagertagen gut schaffte. |
Diese Jugendlichen, wie auch jene der CVJM-Schnupperfreizeit (JuPi berichtete), stellen das Kapital des CVJM Pirmasens in seiner Jugendarbeit dar. Fast alle haben selbst noch Teilnehmeralter, sorgen mit ihrem Einsatz, dem zeitlichen Engagement in der etwa einjährigen Vorbereitungsphase und ihrem erstaunlich ausgeprägten Pflichtbewusstsein während des Camps dafür, dass über 100 Pirmasenser Kids einige unbeschwerte Ferientage erlebten. |
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letzte Änderung am : 11.08.2002, 19:00 |