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"Kuschelig-bissige Songpoesie" verspricht das Programm zur aktuellen CD "Schafspelz". Da kokettiert der Wortakrobat mit der eigenen Schüchternheit, um sie dann zur Erfolg versprechenden Masche umzumünzen ("Wolf im Schafspelz", "Meine Masche"). Da wird statt den immer gleichen Phrasen ein "Nüchternes Liebeslied" angestimmt oder mit bissiger Ironie über Schönheits-OPs und Spam-Mails philosophiert. Mal angriffslustig ("Land in Not", "Ein X für ein U"), mal nachdenklich ("Sommerregen", "Feines Gift"), mal ganz still und anrührend ("Frag mich nicht", "Sehr viel mehr Fragen") – "Schafspelz" ist ein echter neuer "Eickhoff": hintergründig, witzig, kritisch, intelligent und überraschend.
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