Abenteuergruppe Haijk

 
Seit einiger Zeit gibt es beim CVJM Pirmasens die sogenannte "Abenteuergruppe". Für diese Gemeinschaft verantwortlich zeigen sich Joachim Tretter, Oli Sandoz und Dominic Anne. Unterstützt wird das CVJM-Trio bei einzelnen Aktionen durch weitere Mitarbeiter des "Christlichen Vereins Junger Menschen". Höhepunkt der bisherigen Veranstaltungen war ein Haijk, ein Begriff den viele aus dem Pfadfinder-Bereich kennen. Für den erkrankten Joachim Tretter ergänzten Andreas Diel und Veronique Anne das Team.
Der Haijk ist eine Wanderung, bei der Zelte, sogenannte Kohte, im Rucksack mitgenommen werden. Getroffen haben sich die Jungen und das Betreuerteam am CVJM-Jugendgästehaus. Hier wurde das Essen in die Rucksäcke verteilt. Danach wurde die Gruppe mit PKWs an den Sandbühler Hof, nahe Dahn-Reichenbach gefahren. Dort startete die Wanderung zum ersten Zwischenziel, der Burgruine Drachenfels.
Nach beschwerlichem Aufstieg belohnte eine wunderschöne Aussicht über den abendlichen Pfälzer Wald die Gruppe. Nach dem Abendessen wurden die Gitarren ausgepackt und die Liederhefte verteilt. Am Lagerfeuer wurde nicht nur fröhlich miteinander gesungen, auch für Gespräche blieb reichlich Zeit. Der Abend endete leider mit einem heftigen Regenguss. Glücklicherweise war der trockene Schlafplatz schon vorher eingerichtet.
Für den nächsten Morgen gab es kein festes Ziel, nur die Richtung war festgelegt. Also wurden die Wege auf der Karte markiert und es ging los Richtung Pirmasens. Über Bruchweiler-Bärenbach ging es hinauf zum "Hundel". Hier fand die Mittagspause statt. Danach ging es den Berg hinunter ins Fischbacher Tal, anschließend ins benachbarte Wolfsäger Tal. Weil alle Wasserflaschen bis dahin leer waren wurden sie an einer Quelle nahe der Wolfsäger Hütte aufgefüllt.
Der weitere anstrengende Weg führte den Braunsberg hinauf. In halber Höhe hörte man laute Musik von einer Party, die auf dem ehemaligen Militärgelände stattfand, ebenso wurde wohl ein Wettrennen mit Motorrollern ausgetragen. Hier wollten die Jungs keineswegs übernachten. Also startete die Gruppe den Abstieg ins nächste Tal. An einer ehemaligen Wüstung fand sich ein wunderbarer Platz für die Nacht. Nach und nach machte sich die anstrengende Wanderung bemerkbar. Die jungen Wanderer wurden müde und die Kohte füllten sich rascher als sonst.
Die letzte Etappe am dritten Tag forderte alle noch vorhandene Energie, da es fast nur noch bergauf ging. Endziel war dann die Lemberger Burgruine. Natürlich wurde diese auch erkundet. Trotz aller Müdigkeit, die Neugier war noch größer. Dankbar waren alle, dass die Restkilometer mit dem Auto zurückgelegt wurden.
Ein weiteres Highlight war das Zeltlager auf dem Jugendzeltplatz in Hilst. Nach der Anreise wurde die Kletterausrüstung ausgepackt. In unmittelbarer Nähe gibt es steil abfallende Hänge und Felsvorsprünge, an denen sich abgeseilt wurde. Die erfahren Teamer sicherten von unten die Neulinge. Hier erkannten einige, wie wichtig Vertrauen in sich selbst und die Gemeinschaft ist. Spaß machte es jedenfalls allen.
Auch an diesem Abend wurden die Gitarren gestimmt, Lieder gesungen, Geschichten erzählt. Der nächste Morgen begann mit Kaffeeduft über dem ganzen Lager. Dieser lockte alle aus ihren Zelten. Andreas Diel, an diesen Tag zu Besuch, brachte frische Brötchen mit. Nachdem diese vertilgt waren wurden die Tagesrucksäcke mit Wasserflaschen gefüllt. Auf dem Programm stand Geocaching.
Über die Zielkoordinaten in einem GPS-Gerät führt die Suche zu einem Schatz. Dabei können Wege auch durchaus querfeldein führen. Drei Schätze fand die CVJM-Gruppe. Dabei geht es nicht darum den Schatz für sich zu "heben", sondern etwas aus dem Fundus zu nehmen und durch etwas Neues zu ersetzen. Der letzte Beutezug wurde an an einem Felsen vollzogen. Gut, dass die Klettersachen im Gepäck waren, denn die Verlockung den Fels zu erklimmen war groß. An zwei Touren versuchten sich die Jungs, an einer davon feierte man sogar den Eintrag ins Gipfelbuch. Die CVJM-Verantwortlichen sind erfahrene Kletterer, die mit der notwendigen Sicherheit eine solche Aktion durchführen können. Wer diese Erfahrung nicht besitzt sollte Abstand davon nehmen.
Der nächste Tag stand im Zeichen des Wassers. Die Kanus des Deutschen Verbands für Abenteuersport (DVA) wurden auf dem Schwarzbach zu Wasser gelassen. Nahe Rieschweiler fand sich eine gute Stelle. Dies ging nicht ohne Gejohle und Gelächter vonstatten. Flussab ging es dann Richtung Dellfeld. Kurz nach diesem Ort gab es eine perfekte Landestelle an einer Wiese. Hier wurde das mitgebrachte Essen verzehrt.
Ein naher Barfußpfad wurde gleich getestet, bevor es nach der Pause wieder auf das Wasser ging. Dass dies keine Balken hat, merkte der eine oder andere, als die Gruppe Hindernisse überwinden mussten. In Contwig angekommen waren aber sowieso alle Jungs im Wasser. Nach dem alle wieder trocken waren und die Kanus verladen, startete die Rückfahrt ins Lager. Bis zum Abendessen wurde noch Fußball gespielt. Ein Höhepunkt war übrigens das selbst gegrillte Fleisch.
Möglich ist dies alles durch kompetente Mitarbeiter, die solche Veranstaltungen planen und durchführen. Mit Veronique Anne agiert jetzt auch eine weibliche Betreuerin in der Abenteuergruppe, so können auch Mädchen bei Aktionen mitwirken. Der CVJM Pirmasens bildet sein Team ständig weiter, wie auch kürzlich passiert, als der Jugendverband in der französischen Tarnschlucht ein Seminar im Bereich Erlebnispädagogik organisierten, dies geschah in Zusammenarbeit mit den Übungsleitern des Deutschen Verbandes für Abenteuersport. Die Sicherheit steht bei allen an erster Stelle.
Wer die Abenteuergruppe kennen lernen will findet die Kontaktdaten auf der Homepage unter www.cvjm-pirmasens.de. Ansprechpartner ist Ausschussmitglied Joachim Tretter.

 

 
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letzte Änderung am : 07.07.2009, 22:00