Seminar Aufsichtspflicht |
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Die Fort- und Weiterbildung ist auch für ehrenamtliche Mitarbeiter kein Tabu, gerade wenn es um einen Bereich geht, indem sich häufig die Basis verändert, wie dies beim Jugendschutz der Fall ist. Deshalb organisierte der CVJM Pirmasens ein Seminar zum Thema Aufsichtspflicht im CVJM-Haus. 21 Mitarbeiter des Verbandes und zwei Vertreter der Jugendfeuerwehr nahmen daran teil. Der Kurs wurde von Kreisjugendleiter Wolfgang Giessen angeleitet. |
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Der erfahrene Referent lieferte in rund drei Stunden jede Menge Fakten und Daten, die selbst erfahrene Teamer des Christlichen Vereins Junger Menschen erst einmal ins Staunen brachte. Beispielsweise erwähnten einige Mitarbeiter, noch nie einen Blick in die Satzungen geworfen zu haben. Wohl eher ein normaler Zustand im allgemeinen Vereinsleben. Anhand einiger Fallbeispiele brachte Wolfgang Giessen die Diskussion in Gang. |
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"Aufsichtspflicht ist die Pflicht, Aufsichtsbedürftige vor Schaden zu bewahren und zu verhindern, dass sie Schaden anrichten!", so lautet der allgemein geltende Grundsatz in diesem Bereich. Viele Belange wurden anschließend angesprochen, auch die "Mutter aller Fragen": "Was darf ich eigentlich überhaupt als ehrenamtlicher Mitarbeiter?" Wolfgang Giessen bezog seine Ausführungen vor allem auf den juristischen Bereich, ergänzte diese mit pädagogischen Hinweisen. Wichtiger ist für die Jugendarbeiter den Unterschied zwischen Sanktion und Strafe zu erkennen. |
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Es gilt auch die Sanktionen taktisch aufzubauen: Es beginnt mit der Belehrung, geht weiter mit der Überwachung, bevor ein Verbot ausgesprochen wird, und anschließend gilt es unmöglich zu machen, das Verbot zu umgehen. Ehrenamtliche tragen nicht nur große Verantwortung gegenüber den Aufsichtspflichtigen, sondern natürlich auch ihrem Vereinsvorstand gegenüber, daran ließ der Kreisjugendpfleger keinen Zweifel. Beispielsweise wenn Freizeiten angeboten werden: "Der Teilnehmer unterzeichnet die Anmeldung und somit einen Vertrag mit dem Verband. Dort sind dann die Vorsitzenden erste Ansprechpartner, wenn Regularien nicht umgesetzt werden", so Wolfgang Giessen. |
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Es ist immer wichtig so viele Regeln wie möglich im Vorfeld schriftlich zu formulieren und dieses Papier sich von den Erziehungsberechtigten abzeichnen zu lassen. Die sehr praxisbezogene Diskussion bezog sich anschließend auch auf Teilbereiche wie Betreuerschlüssel; Rettungsschwimmabzeichen; medizinische Versorgung; Jugendschutz in den Bereichen Rauchen, Discobesuch oder Alkohol. Sehr diffizil sind die Bereiche Sexual- und Obhutsrecht. |
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Auf jeden Fall, das belegte die Veranstaltung eindeutig, sollte sich jeder Verein oder Verband immer auf dem neuesten Stand halten. "Wichtig war es schon, dass wir heute Abend das Seminar veranstalteten, es gab doch einigen Diskussionsbedarf", erklärte Thorsten Kuntz (CVJM), der seit einigen Jahren Freizeiten für den Jugendverband anleitet. Gelesen in der Pirmasenser Zeitung |
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letzte Änderung am : 31.03.2010, 15:00 |